Malbec

Art: Vitis vinifera Herkunft: Frankreich Auch genannt: Auxerrois, Cot, Noir de Pressac, Malbek, Medoc Noir etc. Einführung nach Argentinien: Im Jahre 1868 wurde die Traube durch den Franzosen Michel Pouget ins Land gebracht. Da dieser die Malbec-Reben vor dem Befall durch die Reblaus in Europa nach Argentinien brachte, findet man hier noch viele pur europäische Weinstöcke ohne amerikanische Unterlagen. Leider wurde aber Argentinien später ebenfalls von der Phylloxera betroffen. Dies führte dazu, dass die Reben heutzutage durchaus auf resistente amerikanische Unterlagen aufgepfropft werden.
Hektar Malbec in Argentinien: 22.000 – Wo Malbec noch angebaut wird: Im Bordeaux gehört sie zu den Rebsorten, aus denen der weltweit berühmte Bordeaux Wein gewonnen wird. In Cahors kennt man die Rebsorte auch als „Auxerrois“. Sie wird dort häufiger mit Tannat und Merlot verschnitten und ist dort als “vin noir”, schwarzer Wein, bekannt. Auch im Loire Tal, wo Malbec als „Côt“ bezeichnet wird und hauptsächlich mit Cabernet Franc und Gamay geblendet wird, trägt die Rebsorte ihren Teil zu einem sehr populären Wein bei. Ausserhalb Frankreichs wird Malbec auch in Italien, Spanien, Südafrika, Neuseeland und den USA angebaut.
Charakteristiken der Rebsorte: Purpurrote, violette, dunkle Farbe, je nach Anbaugebiet in Mendoza unterscheiden sich die Stilistiken wie folgt: Malbec aus Luján de Cuyo, der ersten D.O. Südamerikas, bringt eine intensive, dunkle und süß-würzige Frucht mit gewisser Mineralität hervor. Malbecs aus dem Uco Tal sind elegant, würzig und floral. Lese: In Argentinien wird die Malbectraube zwischen März und April gelesen.
Aromen und Geschmack, typisch für einen jungen Malbec: Frische Pflaumen, getrocknete Pflaumen, Erdbeeren, Kirschen, Veilchen, Lakritz, Kräuter. Aromen und Geschmack, die man in einem reiferen Malbec finden kann: Backpflaume, Schwarzkirschen, dunkle Waldbeeren, Veilchen, Vanille, Schokolade, Süßholz, Leder, Kaffee, Tabak, Minze, Eukalyptus, Würze, schwarzer Pfeffer. Mit welchen Rebsorten Malbec in Argentinien geblendet wird: Meist mit Cabernet Sauvignon und Merlot, aber auch mit Cabernet Franc, Petit Verdot und Syrah.
Speisenempfehlung: junge, fruchtige Malbecs sind wunderbare Begleiter einer sogenannten “picada”, der typisch argentinischen Vorspeisenplatte mit Hartkäse, verschiedenen Schinken, Salami und Oliven, oder einfacher Gerichte wie Pizza oder Pasta mit Tomatensauce. Komplexere Malbecs mit subtilem Einfluss von Barrique können zum Beispiel mit einem Pilzrisotto, Lamm oder natürlich mit dem berühmt-berüchtigten argentinischen “asado” (Grill) kombiniert werden. Malbecs, die mindestens 10 Monate im Barrique gereift sind, verlangen geschmacklich intensivere Speisen, wie zum Beispiel Wild, Guanako oder Lama.
Reifepotential: die Rebsorte hat ausreichend Tannine, die einen langen Reifeprozess ermöglichen.
Auch bei argentinischen Weinen gibt es Jahrgangsunterschiede – diese sind allerdings weniger ausgeprägt als in Europa.